OECD-Studie 2003

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Hintergrund: OECD-Studie im Überblick

Berlin Die neue OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2003" enthält erneut eine Fülle von Details und weltweite Vergleiche über die Entwicklung des Bildungssystems in den wichtigsten 27 Industrienationen.

Berlin - Die neue OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2003" enthält erneut eine Fülle von Details und weltweite Vergleiche über die Entwicklung des Bildungssystems in den wichtigsten 27 Industrienationen.

STUDIENANFÄNGER: Immer mehr junge Menschen nehmen heute ein Studium auf, im OECD-Schnitt 47 Prozent eines Altersjahrgangs. In Ländern wie Finnland, Schweden, Norwegen, Polen, Australien und Island sind dies bereits über 60 Prozent. In Deutschland konnte die Anfängerquote von 28 Prozent (1998) auf 35 Prozent (2002) gesteigert werden.

HOCHSCHULABSCHLUSS: Im OECD-Schnitt verfügen 30 Prozent der jungen Menschen inzwischen über einen Hochschulabschluss. Die Bandbreite im weltweiten Vergleich reicht von etwa 40 Prozent in Australien, Finnland, Island und Neuseeland bis zu 20 Prozent und weniger in Deutschland (19 Prozent), Italien, Österreich, der Schweiz und Tschechien.

MÄNNER/FRAUEN: In den meisten OECD-Staaten schließen heute mehr Frauen als Männer ein Erststudium ab. In Deutschland ist der Frauenanteil auf 48 Prozent gestiegen. Bei den Studienanfängern gab es in der Bundesrepublik 2001 erstmals mehr Frauen als Männer. Eine klassische Männerdomäne ist dagegen die Hochschulausbildung noch in Korea, der Schweiz, der Türkei und in Japan. Mädchen gelten in den Schulen weltweit als ehrgeiziger als Jungen. Von den 15-Jährigen streben nach der OECD-Umfrage deutlich mehr Mädchen einen hoch qualifizierten "Weißen-Kittel-Beruf" an.

LEHRER: Deutsche Lehrer zählen nach ihren Schweizer Kollegen zu den Spitzenverdienern, müssen dafür aber auch besonders viel arbeiten. Sie haben auch eine deutlich längere Ausbildung. Dagegen ist die Ausbildung von Vorschul-Pädagogen oder Erziehern in Deutschland besonders kurz. Die OECD-Bildungsexperten bezeichnen die Lehrerbezahlung in Deutschland als "unflexibel" und plädieren wie im Ausland für Leistungsprämien oder Bezahlungsspielräume für die einzelne Schule.

SCHÜLERUNTERRICHT: Die 7- bis 8-jährigen Schüler in Deutschland haben im Schnitt pro Jahr 642 Unterrichtsstunden. Im OECD-Mittel sind dies 747 Stunden. Die 15-Jährigen, die auch im Rahmen der weltweiten PISA-Studie getestet wurden, erhalten in Deutschland 900 Stunden Unterricht, im OECD-Schnitt 908. In den PISA-Spitzenländern Finnland und Korea sind dagegen 855 beziehungsweise 936 Stunden Pflicht.

BILDUNGSAUSGABEN: Spitzenreiter bei den Bildungsinvestitionen gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind die USA (7 Prozent), Schweden (6,5 Prozent) und Korea (6,3 Prozent). Deutschland liegt mit 5,3 Prozent deutlich unter dem OECD-Gesamtwert von 5,9 Prozent.

Hamburger Morgenpost, 16.9.2003

Quelle: http://archiv.mopo.de/archiv/2003/20030916/nachrichten/dpa59691.html

 

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